Rezension | Nicole Boyle Rodtnes "Wie das Licht von einem erloschenen Stern"

Donnerstag, Dezember 07, 2017

243 Seiten | Einzelband | "Hul i hovedet" (Original) | Contemporary | 10.07.2017 | Gulliver von Beltz & Gelberg Verlag | 7,95€ | Hier kaufen

Inhalt

Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Sturz in den Pool nicht mehr sprechen, lesen und schreiben kann. Diagnose: Aphasie. Doch war es wirklich ihr eigenes Verschulden? Oder wurde sie absichtlich geschubst? Vega fühlt sich von ihren Freunden völlig unverstanden und ist entsetzlich einsam. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet, und sie gemeinsam die fehlenden Puzzlestücke in Vegas Erinnerung zusammensetzen …

Erster Satz

Woran ich mich am besten erinnere, ist das Gefühl zu ertrinken.

Meine Meinung

Vega hatte einen Unfall, bei dem sie sich ihren Kopf angeschlagen hat. Die Folge: sie kann weder sprechen, noch lesen oder schreiben. Sie traut sich kaum noch aus dem Haus und hat nur noch ihren Freund und ihre beste Freundin, die auch nicht ganz wissen, wie sie mit Vega umgehen sollen. Doch war es wirklich ein Unfall? 

Vega kann nicht mehr sprechen und versucht es auch kaum und hat sowieso keine Lust mehr an irgendetwas. Sie hat eine schreckliche negative Stimmung, keine Lust auf irgendwas und ist traurig, was natürlich nachvollziehbar ist. Allerdings ist diese Lustlosigkeit der Protagoniston sehr anstrengend zu lesen. 

Der Roman ist nämlich in der Ich-Perspektive aus Vegas Sicht verfasst worden. Der Schreibstil ist ganz okay, aber diese pessimistische Gedanken dauerhaft lesen zu müssen, hat mich selbst total runtergezogen. Aus der Sicht einer Person zu lesen, die dauerhaft frustriert ist, muss einen einfach auch frustrieren.

Die Handlung ist ganz okay, wenn auch kaum vorhanden. Ständig geht es nur um irgendwelche Feste, ihren Freund, der sie nicht mehr so anguckt wie früher und ihre Mutter, die sie zu irgendwelchen Therapien drängt. Vega selbst macht kaum eine große Entwicklung durch im Verlaufe des Romans und insgesamt war es einfach nicht wirklich interessant, ihr in der wohl schwersten Zeit ihres Lebens zuzugucken. Einzig spannend ist das Ende, was eine echt interessante Wendung mit sich zieht, aber ansonsten fehlte mir da etwas.

Fazit

Ich hatte von diesem Buch so viel mehr erwartet. Etwas vielleicht in Richtung John Green gehend und viel philosophischer, poetischer. Ein paar Passagen gingen in diese Richtung, aber wurden einfach nicht weiter ausgebaut. Leider war Vega als Hauptcharakter einfach kaum ausgebaut, die Handlung hat sich über Kapitel hinweg gezogen, ohne voran zu kommen. Und mir war die Grundstimmung einfach zu negativ. Ich lese gerne solche Bücher, in denen es nicht immer ganz glücklich vorgeht, aber hier war es einfach zu anstrengend.

Liebst, Lara

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